Sicherlich möchten Sie gern wissen, wie eine Spanndeckenmontage funktioniert und welchen Aufwand das zur Folge hat.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt keine Deckeninstallation, die einfacher, schneller und staubfreier montiert ist, als eine Spanndeckenkonstruktion. Die Vorbereitungen sind minimal, der Aufwand niedrig und selbst die Montage in möblierten Räumen stellt kein Problem dar. Und das Beste: Unsere Spanndecken benötigen nur eine sehr geringe Abhänghöhe: Mit dem Anbringen von Halteleisten (sichtbar oder nicht sichtbar) an der Wand oder Decke (minimalste Abhänghöhe nur 14mm) erübrigt sich eine aufwendige Unterkonstruktion. Durch die im Herstellerwerk auf Maß angefertigte Decke fällt bei der Montage keine schmutz- oder lärmintensive Arbeit an.
Die Decke wird von Wand zu Wand gespannt. Darüberliegend montierte Leistungen, rissige oder beschädigte Decken werden so ohne Aufwand perfekt verdeckt.

Schritt 1 – Anbringen der Profile

In allen Ecken des Raumes werden vorgefertige Alu-Eck-Profile unter der Decke oder wahlweise je nach Abhanghöhe an der Wand befestigt. Dabei sind Winkel von 75-105 ° möglich um sie dem Raum exakt anpassen zu können. Damit Sie passgenau montiert werden können, werden sie vor Ort bündig geschnitten. Zwischen den Eckleisten werden nun die geraden Leisten passgenau angebracht. Diese Profile halten später die Spanndecke. Sie bestitzen eine Einkerbung, in welcher der angteschweißte Haltekeder später eingedrückt wird.

 

Foto: Art-Tectum

Schritt 2 – die Unterkonstruktion

Je nach Konzeption erfolgt im zweiten Schritt die Konstruktion von Halterungen für Lampen, Hintergrundbeleuchtung und sonstiges Zubehör wie z.B. Lautsprecher. Die Befestigung erfolgt dabei in der alten Decke. Bohrstaub wird zeitgleich abgesaugt. Die Unterkonstruktion ist dabei in der Höhe durch ein herstellerspezifisches Modularsystem stufenlos adaptierbar. Mit Hilfe einer Stellschraube kann die Unterkonstruktion später ausgerichtet werden. Ganz wichitg ist jetzt noch der Funktionstest aller elektrischen Anlagen, bevor die Spanndecke eingehängt wird.

Foto: Art-Tectum

Schritt 3 – Einhängen der Spanndecke

Im dritten Schritt werden die Haltekeder in die Nuten der Profile mittels Spezialwerkzeug eingedrückt. Durch Einklicken der Folie an einem Null-Punkt und Einziehen entlang des Profiles „rastet“ die Folie ein und hält sich später durch die Spannung selbst. Die konfektionierte Deckenfolie ist ca. 7% kleiner als die Raumfläche produziert, da im nächsten Schritt der Raum auf ca. 40° erwärmt wird. Die Folie lässt sich jetzt dehnen und auf der anderen Raumseite in die Leisten einhängen. Bei Abkühlung des Raumes zieht sie sich zusammen und spannt sich selbst völlig glatt.

Foto: Art-Tectum

Schritt 4 – Einsetzen der Lampen / Zubehör

Die Position der Unterkonstruktion wird durch Abtatsten ermittelt und mit einem Folienstift markiert. Anschließend werden im Kaltschweißverfahren Verstärkungsringen auf den Markierungen befestigt und die innenliegende Folie herausgeschnitten. Nun wird durch die Stellschraube die Unterkonstruktion ausgerichtet und die Lampe / Zubehör eingesetzt.

Schritt 5 – Anbringen von Zierprofilen

Nach Entfernung aller Rückstände an Ihrer neuen Lackdecke werden die Zierprofile zum Wandabschluß angebracht. Hier gibt es zahlreiche Auswahlmöglichkeiten durch Systembausteine. Es besteht natürlich auch die Möglichkeitet, auf Abschlußprofile zu verzichten, da die Unterkonstruktion aus keinem Blickwinkel mehr sichtbar ist und die Folie fast an der Wand anliegt.